So die Beschreibung des Fahrers unseres Cocotaxis in Havanna. Kuba ist mit Sicherheit einzigartig. So wie jedes andere Land auch. Mit seinen Menschen, kulturellen Ausprägungen und Systemen.

Kleines Kubanerli
Cinfuegos
Buena Vista Grössen

Es gibt bereits unzählige Blogs über Kuba und jeder ist persönlich gefärbt. So geben auch wir unsere persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wieder. Wir verzichten wir auf grundsätzliche Reiseinfos zu Kuba und picken Wichtiges und die Highlights heraus.

Empfehlenswerte Reiseführer: Müller und Looser

Travelhandbuch Kuba von Stefan Loose. Speziell sind dort viele Casa Particulares erwähnt.
Reisehandbuch Cuba vom Michael Müller Verlag.

Mit dem Müller Reiseführer läuft fast jeder zweite Individualreisender auf Kuba herum. Er hat einen eigenen zynischen Schreibstil. Looser beschreibt alles etwas diplomatischer und ist strukturierter aufgebaut. Für uns war Müller klarer in der Beschreibung, was uns tatsächlich vor Ort erwartete. Siehe ein Vergleich:

Beispiel: Beschreibung Ort Caibarién

Looser: Der Ort hat sich in den letzten Jahren gemausert.
Müller: Der schmuddelig wirkende Ort kann mit Sehenswürdigkeiten nicht gerade prahlen.

→ Kauft beide. Es ist eh sinnvoll sich vorgängig sehr gut über Kuba zu informieren. Es gibt vor Ort kaum Infomaterial und angeschrieben ist kaum etwas. Man muss selber gut Bescheid wissen, was es wo zu sehen gibt. Und selbst dann, immer wieder Fragen, ob man sich noch auf der richtigen Strasse befindet.

GEO Special Kuba

Wir empfehlen jedem wärmstens das GEO Special vom 2009 mit einzigartigen Casa Particulares, die nicht in jedem Reiseführer stehen, nützlichen Tipps zur Automiete und auch Hintergrundinfos wie Cuba hinter den All-Inklusiv-Hotels und geführten Touren wirklich ist.

Das Magazin haben wir zweimal gelesen. Vor der Reise beachteten wir hauptsächlich die Reisehighlights, damit wir vor Ort nicht an Schönem oder Interessantem vorbeifahren. Nach der Reise die wahre Reportage „Die Schattenmänner“ ab Seite 70 oder auch das Interview des Doppelgängers von Ché Guevara.

Vieles hätten wir vor der Reise gar nicht richtig interpretiert. Doch hinterher – ja, es ist tatsächlich so. Kontrolle pur. Das Magazin zeigt nicht nur ein Kuba auf hinter den Zonen von Hotels, Gruppenrundreisen, Reisebürowebseiten oder Reiseblogs mit dem Ziel Reisen zu verkaufen.

Kuba Kisses

Öffnung = Hoffnung

Seit der erneuten Gesprächsaufnahme zwischen Kuba und Amerika gibt es bereits erste Schritte in eine bessere Zukunft. Amerikanische Kreditkarten sind in Kuba wieder einsetzbar und Amerikaner dürfen wieder nach Kuba reisen. Sprich die Exil-Kubaner in Florida können ihre Familien besuchen.

Ehrlich gesagt, wir würden das nicht wagen. Den Mutigen, den Vorrang. Es gibt noch viele ältere Gesinnte, welche die Revolutionszeiten mit Vollblutherz verteidigen.

Trotz der Lockerung des Embargos im Dezember 2014, die Mühlen in Kuba drehen noch viel langsamer als irgendwo sonst auf der Welt. Das Regime der Castros beschützt die Inselbewohner kalkuliert und dank einem dichten Kontrollnetz bis in die hinterste und letzte Häusergruppe vor der ganzen Welt. Ob die Menschen das wollen und damit glücklich sind, ist die andere Seite. Wir wünschen den Kubanern, genau das, was diese sich wünschen und erträumen. Viel Spass bei interessanten Gesprächen mit den Einheimischen.

Geburtstagstorten auf Kuba

Währung und Wechselkurse

Für Touristen gibt es den Peso Convertible, kurz CUC. Mit dieser Währung zahlt man praktisch alles. Am besten direkt am Flughafen wechseln. Man kann CHF und Euro gegen CUC wechseln. Oder am schnellsten mit VISA oder Mastercard per Automat beziehen. Achtung: Es darf keine amerikanische Firma hinter der VISA oder Mastercard sein. Die verbreitete Cumulus Mastercard geht schon mal nicht. (Cembra Money Bank ist eine US Bank). Die Abrechnung der Kreditkarte erfolgt aber in US Dollar. Kuba…. Evtl. mittlerweile durch die Lockerung des Embargos US-Karten einsetzbar.

Die Währung für die Einheimischen ist der Peso Cubano oder auch Moneta Nacional genannt, kurz CUP. Mit dieser Währung kann man Essen bei den Einheimischen Ständen bezahlen, Souvenirs über die Gasse oder vereinzelt in den Paladars. Sonst kaum einsetzbar, die Casa Particulares sind nur mit CUC bezahlbar.

Es ist nicht möglich ausländische Währung direkt in CUP zu wechseln. Zuerst CUC beziehen und dann diese wechseln in Peso Nacional. Peso Nacional kann man nur in der Stadt Havanna in den Cadecas beziehen.

Wir konnten Euro und CHF auch im Hotel Saratoga in CUC wechseln. Die Wechselkurse sind nicht besonders gut, aber es gibt keine Alternative.

1 CHF = 1 CUC
1 CUC = 24 CUP

Am Ende der Reise wechselt man den Restbetrag der CUCs und CUPs am Flughafen wieder zurück in Euro. So auch im letzten Office, nach den Sicherheitschecks im Duty-Free-Bereich. Viele Schweizer regten sich intensiv auf, warum sie nicht wie „versprochen“ in CHF zurückwechseln konnten. Es kam doch der Edelweissflieger heute an, Kuba….

Mobilität auf Kuba

Wir machten einigermassen gute Erfahrungen mit dem Mietwagen über Cubacar. Benzin kostet um die 1.40 CHF pro Liter für die Touristenautos. Einheimische fahren mit Diesel, Touristen mit „Especial“ – eh ist noch viel especial en Cuba. Unbedingt im voraus entscheiden Mietwagen ja oder nein.

Überlandbusse von viazul.cu benutzten viele Reisende.

Und einige sind mit Taxi unterwegs. Evtl. als Ergänzung oder Kombi zum Bus. Einfach Preis vorher festlegen. Sonst ist das auf der ganzen Welt mit den Taxis dasselbe…

Mobilität auf Kuba

Sicherheit

Kuba ist grundsätzlich ein sehr sicheres Land. Uns wurde nichts irgendwo entrissen und auch das Auto war „safe“. In Trinidad, Cinfuegos und Camagüey hielt jemand für 2-3 CUC nachts ein Auge drauf oder konnten es in einer Art Garage parkieren. In Camagüey hatte es unglaublich viel Polizeipräsenz und in Santiago de Cuba soll die Sicherheit wie von deutschen Touristen bestätigt, nicht so gut sein.

Casa Particulares: Übernachten bei Einheimischen

Quer durch den ganzen TripAdvisor und in den Communities gibt es zu 90% nur gute Bewertungen über diese Form von B&Bs auf Kuba.

Es gibt den Besuchern die Möglichkeit mit den Einheimischen und deren Kultur in Kontakt zu kommen und das authentische Kuba zu erleben. Und den Einheimischen kommen die Devisen so direkt zugute. J Viele Hotels sind staatlich und vom Standard/Freundlichkeit schlechter.

In Kuba ist fast alles hinter dem Tourismus staatlich. Viele Hotels, vorallem in Havanna, die Oldtimer-Taxis und CocoTaxis müssen die Fahrer von Castro pro Monat mieten und auch Reisebüros wie Havanatur sind staatlich.

Mit den familiengeführten Pensionen bekommen viele Tausende Kubaner eine unabhängige Einnahmequelle. Wunderschön ist die Aussage von Präsident Obama: …

… die USA wollten ein Partner dabei sein, «das Leben normaler Kubaner ein bisschen einfacher, freier, wohlhabender zu machen».

Ganzer Beitrag im 20 Min vom 20. Januar 2015: http://www.20min.ch/leben/reisen/story/Touristen-Ansturm-stellt-Kuba-vor-Herausforderung-23172790

Internet in Kuba

Vergesst dies gleich wieder. Selbst in „guten“ Hotels wie Hotel Nacional, Iberostar in Havanna oder in All-Inklusive-Hotels auf den Cayos ist die Verbindung seehr langsam. Ein Mail schreiben war für uns das höchste der Gefühle. Kostet ca. 5.- CHF pro Stunde.

Guides auf Kuba: Unsere Empfehlung

→ Yaima Fonesca / yaimafm@nauta.cu / +53 52734334 oder +53 76834923
Spricht fliessend Spanisch und Englisch.

Die junge Kubanerin haben wir auf einem Bootsausflug und nochmals in Trinidad getroffen, als sie mit einer Gruppe Spanier quer durch Kuba reiste. Sie kennt Havanna wie Ihre Hosentasche und bereiste bereits grosse Teile der Insel.

→ Leonardo Blanchard / leosairon@nauta.cu / +53 53672635
Spricht gut Spanisch, Englisch, Französisch und sogar Deutsch!! Sieht aus wie ein Europäer, da sein Grossvater Franzose war. Der junge Kubaner bietet ebenfalls Führungen durch Havanna an oder begleitet Sie durchs ganze Land.

Es ist mit Sicherheit ein super Start auf Kuba Havanna mit einem Insider zu entdecken und gleich viele Tipps zu erhalten wie man als Tourist Kuba gut und „safe“ überlebt. Vorallem wer wenig Zeit hat tut gut daran sich einen Guide zu nehmen und teuer sind die nicht. (Monatslohn ca. 20 CHF. Aber man darf als Tourist grosszügig sein. Es sind tolle Leute!)

Nützliche Links
http://www.cuba-individual.com/
http://www.cuba-junky.com/
Cuba Junky bietet auch eine App mit allen Casa Particulares für 12.- CHF. Die Bewertungen zu den Casas sieht man jedoch sofern man online ist. Offline nicht.

Highlights Kuba

Maria La Gorda – Schnorchelparadies

Sunse Maria La Gorda
Adlerrochen Familie
Adlerrochen
Faecherkorallen Maria-La-Gorda
Feuerfisch
Wie heisst der Fisch schon wieder?

Schon die Fahrt dorthin war für mich eine Überraschung sondergleichen. Auf den letzten ca. 13 km stoppten wir 2 Mal und was wir da am Strand an Korallen und Muscheln fanden, war der Hammer! Da wusste ich schon, hier gibt es schönes Unterwasser zu entdecken. Und so war es auch. Wir konnten zudem für 5 CUC mit den Tauchern am Nachmittag mit aufs Boot und dort schnorcheln, wo die Taucher waren.

Unglaublich schöne violette Fächer und riesen Röhrenkorallen. Auf einem anderen Schnorchelausflug umschwammen uns plötzlich 3 grosse, getüpfelte Rochen. Dies war für uns DAS Momentum unserer Kubareise. Man kann’s nicht planen, nicht erzwingen, es geschieht einfach. Natur und Glück muss dir hold sein.

Wir hatten das kleine blaue Bungalow direkt am Meer. An der Reception sah ich dies auf dem Plakat und fragte direkt, ob dies noch frei ist. Kostenpunkt: ca. 50 CUC mit Halbpension. Man vergleiche das mal mit Cayo Levisa – das Doppelte und zum Schnorcheln gibt es direkt auf der Insel nichts.

Für uns waren die Leute dort zum ersten Mal auf unserer Reise wirklich zufrieden. Das Essen und Zimmer fanden wir gut und der Strand mit seiner Unterwasserwelt einfach super. Wir blieben dann auch 3 Nächte. Es gäbe noch viel zu entdecken im nahen Naturschutzgebiet und das Hotel in San Antonio hätte uns auch noch sehr „gelüstet“. Dort ist es gemäss einheitlichen Aussagen von Einheimischen nur gut zum Tauchen. Für Schnorchler nicht.

Tipp: Wir fanden die Buffets fein, andere bevorzugten das Restaurant direkt am Strand. Dann nicht HP nehmen.

Havanna

1. Cocotaxis in Havanna

Die Cocotaxis sind eine Art Vespa wie uns der Fahrer stolz erklärte. Wir nahmen eins für 1 Stunde und der Fahrer gab uns sehr viele Infos während der Fahrt auf dem Malecon und auch im Zentrum.

Cocotaxis Havanna

Wir gaben dem Fahrer an, was wir noch nicht besichtigten und er stellte die Route zusammen. Die sehr bekannte Paladar „La Guardia“ hätten wir ohne ihn nie gefunden und wären nie und nimmer eingetreten ohne den ortskundigen Fahrer. Von aussen, wie alle anderen Gebäude recht marode.

Vorbei geht es an Wäscheleinen im ersten Stock und sobald man oben eintritt, sassen da ziemlich edel gekleidete Leute. Bekannt ist die Lokal aufgrund des Filmes „Fresa y Chocolate“. http://www.laguarida.com/en/. Wer dort essen will, sollte rechtzeitig reservieren.

Ein Cocotaxi ist sicher ein guter Start um Havanna kennen zu lernen und ein Gespür für die Stadt und Distanzen zu erhalten. Die Fahrer ist eigentlich auch ein ortskundiger Guide.

2. Oldtimer für eine Fahrt auf dem Malecon

Oldtimerfahrt ist in Kuba und besonders in Havanna fast Pflichtprogram. Ins Zentrum von Havanna Vieja können diese jedoch nicht fahren, doch herrlich am Malecon entlang und ausserhalb vom Zentrum.

Oldtimerfahrt
Hote Nacional Havanna
Tägliches Bild

Wir wurden am Flughafen von einem Oldtimer abgeholt und empfehlen diese einmalige und angenehme Anreise jedem. Bei unserem Casa Particular (Hostal Peregrino El Encinar konnten wir dieses für 25 CUC direkt buchen).

Für die Fahrt vom Hotel zurück zum Airport gönnten wir uns nochmals so einen Flizer. Am Parque Central, wo die unübersehbar alle in Reih und Glanz stehen, wählten wir unser bevorzugtes Prachtstück aus und der Fahrer holte uns pünktlich im Hotel ab.

Hinweis: Unbedingt angeben ab welchem Terminal der Flug abfliegt!! Edelweiss ist der kleinere Terminal 2. (Stand Dez. 2014) Wir wurden im falschen Terminal abgeladen, zahlten wie viele andere „dumme“ Schweizer nochmals 6 CUC zum richtigen Terminal.

3. Kunsthandwerksmarkt & Bierbrauerei

Ein Besuch des „Museo del Ron“ ist fast ein Must in Kuba, aber nicht zu viel erwarten! Die Führung ist io, aber halt kubanischer Standard. Von dort aus, läuft man circa 10 Minuten weiter der Meerstrasse entlang und erreicht den Kunsthandwerksmarkt von Havanna.

Bierbrauerei in Havanna
Souvenirmarkt Havanna
Eine Kokosnuss für 1 Stutz

Eine riesen Souvenirhalle mit vielen kleinen Ständen mit Fruchtgetränken, Bildern und was man in Kuba an Souvenirs kaufen kann. Direkt daneben befindet sich eine ebenso grosse Bierbrauerei. Beides Locations, die uns sehr gut gefielen.

4. Buena Vista Club(s)

Weiss der Geier welches jetzt der echte Nachfolgerband dieser legendären Musiker ist. Mein Mann hat die Originalband im Bierhübli Bern und am Festival in Nyon gesehen. Grundsätzlich soll es nach mehreren ähnlichen Aussagen 3 solcher echter Clubs in Havanna geben und natürlich noch viele mehr will man jedem Glauben schenken will.

Uns haben die Musiker an der Ecke des schön restaurierten Plaza Vieja musikalisch beeindruckt. Es ist einer der 3 „offiziellen“ Buena Vista Clubs. Als wir abends spontan noch dorthin wollten, war es leider ausgebucht. Leider haben wir uns den Namen nicht notiert. Das Lokal befindet sich in der Ecke der Calle Mercaderes und Calle Brasil, direkt am Eingang zur Plaza Vieja.

5. Katzen-Café

Gutes Essen ist in Kuba keine Selbstverständlichkeit. Wer dort ist, erkennt das bald und alle die in diesem sehr kleinen Café zufällig reinstapfsten waren hell begeistert. Da es so klein war, redete in kürzester Zeit jeder mit jedem und schwärmte von den wirklich feinen, preiswerten Köstlichkeiten und dem herrlich feinen Kaffee.

Katzencafé
Katzencafé innen
Cathedrale Havanna

Lage: Es ist zentral und doch etwas versteckt. Plaza de la Catedral, am Ende einer kleinen Seitenstrasse sieht man das „Taller Experimental de Grafica“. Taller ist in Kuba gleichbedeutend wie Bilderausstellung. Das Café liegt direkt daneben.

Cayo Santa Maria

Wir fuhren bis zum Ende der Insel Cayo Santa Maria. Dort hat es eine Art Naturschutzgebiet, sprich dort kann auch nicht mehr gebaut werden. Eintritt kostet 2 CUC pro Person. Der Strand ist sagenhaft. Wie im Reiseführer beschrieben: die schönsten Karibikstrände. Unverbaut und tolle Farben, Sandbänke bei Ebbe und Seesterne!!!

Cayo Santa Maria
Seestern Cayo Santa Maria
Muscheln Cayo Santo Maria

Dies informierte uns der Parkleiter. Dort, wo das Meer dunkler wird, bzw. das Seegrass wächst, leben die Seesterne. Daher entschieden wir uns gleich im Hotel Valentin Perla Blanca, welches direkt an das Naturschutzgebiet grenzt zu übernachten. Für Kuba ein sehr, sehr schönes Hotel und erst kürzlich eröffnet. (Herbst 2014). Auf Tripadvisor gibt es dort leider viele komische Bewertungen oder Bewerter, die nur 1 Bewertung je abgegeben haben. Uns hat es jedenfalls super gefallen. Kostenpunkt ca. 90.- CHF pro Person all-inklusiv. Essen, Zimmer, Getränke und wer mag auch Abendprogramm war super. Es fahren dort auch täglich 3 kleine Katamarane herum. Einer nahm uns Schnorchler mit an Bord als gerade Delfine in der Nähe waren. Es war ein tolles Erlebnis!

Trinidad

Einfach auf eigene Faust durch die Gassen schlendern. Ist ziemlich touristisch. Auch mal einen Abstecher in die Gassen und Restaurants neben den Hauptgassen unternehmen. Wir bekamen eine wundervolle authentische Privat-Musicsession von einem begnadeten Saxophonisten.

Der Ausflug mit Pferden ins Hinterland lohnte sich für uns nicht wirklich. Alle Anbieter gehen übrigens durch dieselbe Route (Restaurant, Cafe-Stopp, Wasserfall), egal wieviel der Gast bezahlt hat und wo gebucht. Wurde zu einem Spiessroutenlauf zum irgendwas kaufen (Saft, Tabak, Kaffee, Tipp für Musikspieler am Wasserfall, Mittagessen auch wenn nicht gewünscht vorgänig). War bei einem Ausflug in Vinales zu Tabakfeldern dasselbe…

Der Zug ins Valle de Ingenios ist ein Tagesausflug Wert. Dieser fährt seit der neuen Loki zuverlässig – entgegen den Auskünften der Ausflugs-Anbieter. Die alte Damp-Lokomotive kann am Bahnhof besichtigt werden.

Soroa – Las Terrazas

Der Orchideengarten in Soroa ist nicht gross, doch uns hat die Blumenpracht fasziniert. Soroa wird oft mit einem Ausflug nach Las Terrazas kombiniert. Las Terrazas ist ein Ökoprojekt mit dem bekannten „Baum-Hotel“ Moka.

Wer mal etwas alternativ übernachten will, sind die Stelzenhäuser beim Juan River eine Adresse. Die Stelzenbungalows befinden sich ca. 20 Minuten vom Hotel Mokka entfernt. Buchen kann man beim Hotel Moka oder vor Ort.

Fotofilter lässt grüssen
Hotel Moka las Terrazas
Cabanas Rio San Juan
Orchideengarten Soroa

Negativ-Highlights

Cayo Levisa – teuer und kein Geheimtipp mehr

Auf der Insel gibt es nichts zum Schnorcheln und der Ausflug zur sogenannten „Paradies Island“ fand nicht statt.

Es kommen viele Tagestouristen auf die Insel. Okay, das reicht völlig. Denn:

Wir bezahlten 172 CUC für die Übernachtung mit Halbpension. Nur Barzahlung möglich. Disco am Abend bis ca. 23:00 Uhr. Und das Essen war nicht super für den Preis.

Auf einigen Blogs lese ich zu meiner Verblüffung dies als Geheimtipp. Cayo Jutas ist etwas weniger bekannt und Reisende, die wir immer wieder trafen, fanden die ganz schön. Cayo Jutas ist ca. 1 Stunde von Vinales aus erreichbar.

Wer Cayo Levisa trotzdem sehen will, empfehlen wir bei der Casa Particular „La Curva“ bei Nena zu übernachten und einen Tagesausflug zu unternehmen. Die Vermieterin ist super nett und je nach Absprache könnte man das Auto bei denen lassen und Raoul fährt sie die kurze Distanz zur Fähre. Dann auf der Insel entscheiden, ob man eine Nacht da bleibt oder doch lieber zurück zur Casa Particular will am Abend. Handies funktionieren dort.

Die Fähre fährt zweimal täglich (10 Uhr und 18 Uhr) ab Palma Rubia und zurück ab Cayo Levisa (9 Uhr und 17 Uhr)

Cayo Coco – Massentourismus und überbaut

Wir waren von Cayo Coco unglaublich enttäuscht. In den Reiseführern in den höchsten Superlativen gelobt, auch auf Blogs und vor Ort ist es das zweite Varadero.

Am schönsten Strand von Cayo Coco, „Baja Pilar“ haben wir schlussendlich nur das Mittag gegessen. Die Farben des Meeres waren toll, ABER: Ein Bus nach dem anderen fuhr vor mit voller Ladung Gruppen. Leider auch irreparabel hässliche und zahlreiche Bauten ganz in der Nähe bzw. bestens sehbar egal, wo man sich an der Baja Pilar befindet. Schade. Der Schnorchelausflug auf die nahe Insel soll nicht besonders gut sein, wie Holländer uns informierten. Wer Ägypten gesehen hat, sollte dort wohl nicht hin. Kostenpunkt 25 CUC.

Tipps: Reisplanung Kuba

1. Cayo Largo soll die schönsten Strände in Kuba haben

Die Insel ist von Havanna aus für ca. 50.- CHF in einem 1-stündigen Flug erreichbar. Wir haben es leider zu spät gesehen und das Mietauto schon reserviert. Eine vorgänige Information, ob dieses Inselparadies in Betracht käme, empfehlen wir wärmsten. Die Berichte und Bilder im Web sind 1A!

2. Medikamente/Cremes gegen Wanzenbisse und Sandflöhe mitnehmen

Wir wurden bereits in unserer ersten Übernachtung in Havanna arg mit Wanzenbissen eingedeckt. Beim Hotel Sevilla gibt es eine internationale Apotheke. Doch das verabreichte Sälbchen für 10 CUC ist soviel Wert wie VitaMerfen.

Bei einem Besuch von Cayo Levissa und Maria La Gorda wird man von Sandflöhen begrüsst, die gut eine Woche jucken.

3. Reiseführer und Strassenkarten in Europa kaufen

Es gibt auf Kuba kaum Prospekte und Kartenmaterial. Daher muss man selber gut Bescheid wissen, was und wo durch man in etwa reisen will.

Wir haben auch alle Strassenkarten und Ortspläne in der Schweiz gekauft oder ausgedruckt. Und ja, es stimmen nicht alle Karten mit dem überein, was wo vor Ort wirklich ist. Unser Prospektmaterial von Cayo Santa Maria wurde bereits falsch gedruckt. Kuba…. :-)

4. In Havanna gibt es fast keine Lebensmittelläden

Wir wollten uns mit etwas Notproviant, Snacks und vorallem Wasser eindecken. Das ist gar nicht so einfach. Im grössten „Shoppingmall“, das diese Bezeichnung nicht verdient, dem „Plaza Carlos Tercero“ in der Calle Reina wurden wir in genau 2 Lebensmittelläden fündig. Kauft auch gleich ein Glas Marmelade. Es gibt in den Casa Particulares genau eine Konfitüre: Guave. Und ja, eine Rolle Toilettenpapier kann auch nie schaden.

Plaza Carlos Terceros

5. Handcleansing Gel

Habe ich für einmal auch gebraucht und war sehr froh sowas bei mir zu haben.

6. Zwei grosse Anti-Brumm und Moskitonetz sind eine Wohltat

7. Mitbringsel für Kubaner: Kleider

Es ist schwer für Kubaner Kleider (T-Shirts, Hut etc.) zu kaufen. Gibt es kaum oder ist unerschwinglich für sie.
In Trinidad wurden wir auffällig oft nach Cremen und Seifen gefragt.

Ein Bootsjunge auf dem Kathamaran auf einen der Cayos fragte uns dezent nach Sonnencreme und unseren Neopren-Anzügen, da es sowas für sie nicht zu kaufen gibt.

8. Casas eine Chance geben, die nicht im Führer stehen

Wir übernachteten auch in Casas, die nicht irgendwo empfohlen wurden und haben wunderbare Erfahrungen gemacht. Man kann sich die Casa und das Zimmer immer zeigen lassen. Wenn’s gar nicht passt, kann man ja wieder gehen.

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